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26 September 2010 @ 10:01 pm
Höhenflüge: Kapitel 1 - Zuckerschock  
Titel: Höhenflüge
Kapitel: 1/? (ich schätze von so 5/6)
Pairing: Lewis Holtby/André Schürrle/Adam Szalai
Warnung: Ich brauchte Zucker. Zuckerwatte.

Nach dem Auftritt im Sportstudio lag Lewis im Bett. Ein Sieg gegen Bayern. Er war immer noch euphorisch, manchmal würde er gerne schreien vor Glück. Es ging ihm verdammt gut. Mainz war für ihn so was wie Liebe auf den ersten Blick. 
Er hatte wieder Spaß, am Fußball. An allem. Er fühlte sich wohl.
Er mochte seine Jungs. André, Adam, Marcel. Alle.
Lewis lehnte seinen Kopf an Andrés Schulter. Er fühlte Adams Fingerspitzen an seinem Bauch.
„Dein wir-haben-unseren-Spaß-Satz war sehr toll!“ Lewis lächelte und gab André einen Kuss auf die Schulter. Adam lachte laut auf.
„Gott, Jungs, hört auf damit.“ - André drehte sich zu den beiden um.
„Das war dir peinlich ...“, Lewis und Adam fingen wieder an zu lachen.
„Für den Blick hätte ich noch ne ganze Menge mehr gemacht“, sagte André.
„Stimmt, der war gut“, flüsterte Adam ihm ins Ohr, und André fing an ihn zu küssen.
„Wir sehen dich halt unglaublich gerne lachen, Lewis.“ - „Oh ja, und wir hören dich unglaublich gerne englisch reden.“
André beugte sich über Lewis, um Adam zu küssen.
„Soll ich an Überzuckerung sterben?“, sah er die beiden an.
„Nein, wir wollen ganz bestimmt nicht, dass du an nem Zuckerschock drauf gehst.“ Adam streichelte über seine Seiten.
„Ihr seid toll.“ Lewis schloß die Augen.
„Ja, wir sind toll.“
Er war jetzt schon fast traurig, dass sie nur die eine Saison haben würden. Hier in Mainz. Er würde das genießen. Boygroup. Höhenflug. Spaßfußball. 
Sie würden es genießen. So lange es eben ging. Eine Saison.
 
 
Current Location: Potsdam
Current Mood: chipperchipper
Current Music: [tv]: the mentalist
 
 
 
Däffi: Chris/Flodaeffi on September 27th, 2010 02:38 pm (UTC)
Ooooooh ja.
Mit British English bekommt man mich eh fast immer und Lewis auch eh, aber njarf.... Gott, während des gesamten Sportstudios lief mein fangirlmodus auf Hochtouren.

So, mal zu deinem Teil. Mir gefällts, auch wenn ichs leicht untypisch finde für dich. Einmal inhaltlich: dieses Friede, Freude, Eierkuchen liest man von dir ja auch eher selten. Du streust zwar ein, dass es doch einen Haken gibt an der Sache ("Er war jetzt schon fast traurig, dass sie nur die eine Saison haben würden."), aber so richtige Traurigkeit oder Melancholie oder sowas kommt ja nicht auf. Wobei... die Tatsache, dass es mit "Eine Saison" endet, betont doch vielleicht nochmal, dass es Lewis doch schon so traurig macht, auch wenn er diesen Gedanken möglichst weit von sich schieben will.
Aber alles in allem ist das schon fast locker-leicht, gut zu lesen für zwischendurch.

Stilistisch finde ich es auch etwas anders. Weniger elliptische Sätze - zwar schon auch, in Form von Aufzählungen, aber nicht so häufig, wie sonst (oder bilde ich mir das ein?). Auch finden sich hier keine Metaphern oder so, was sicherlich auch mit dem Stoff zu tun hat: einfach ein bisschen Zucker, nichts zum Nachdenken.
Den Aufbau find ich trotzdem interessant: Am Anfang meint man noch, Lewis sei allein, ließe vielleicht nochmal den Tag revue passieren oder so. Daher ist dann das "Lewis lehnte seinen Kopf an Andrés Schulter. Er fühlte Adams Fingerspitzen an seinem Bauch." auch erst mal so ein "WHAT?"-Moment. Find ich aber gut gemacht.

Ich weiß nicht, ob es Absicht ist oder nicht, dass Lewis' Gefühle zu Adam und André eigentlich nicht erwähnt werden. Zwar, dass er sie mag - aber das trifft ja aufs komplette Team zu. Ich schließe aus dem Nichterwähnen von Gefühlen, dass es nicht um Liebe geht. Zuneigung und tiefe Freundschaft ja. Aber keine Liebe. Auch folgendes spricht sehr dafür: "Boygroup. Höhenflug. Spaßfußball. " Eher Spaß, Freiheit leben, Freundschaften genießen.
Was auch immer die Jungs da haben, ist auf jeden Fall i.wo schon knuffig mit anzulesen. Putzig^^ Als würden sie alles so... *Wort such* for granted (ich komm doch gerade nicht aufs deutsche Wort) nehmen. Nicht nachdenken und so...

Um zum Punkt zu kommen: Zwar ungewöhnlich, so was von dir zu lesen, aber mir gefällts :)
Cocos: aristocatscocos007 on September 27th, 2010 04:45 pm (UTC)
Damit bekommt man mich auch immer. Das ist immer unglaublich toll und sehr viel Liebe :)
Meiner auch :D
Ich glaube, Lena und ich, wir haben uns die ganze Zeit, über ICQ, die Ohren vollgequietscht XD
Da sind ja schon ziemlich viele Herzen hin und her geflogen :)

Ich bin ganz bestimmt die letzte, die jetzt behaupten würde, dass das nicht untypisch für mich ist. Freut mich deshalb aber auch um so mehr, dass es dir trotzdem gefällt.
Dieses Friede-Freude-Eierkuchen-Tante bin ich ja auch nicht, ich werd's wohl auch nie. Aber ich lass mich halt auch ungerne in irgendwelche Schienen reinpressen. Und fürs erste Kapitel brauchte ich mal Zucker (und auch für den Großteil von dem ganzen Teil).
Klar, das ganze ist nen Haken, aber in dem Moment jetzt nicht unbedingt nen Grund gleich den Kopf in den Sand zu stecken. Und vielleicht hat man nen besseres Gefühl für so was, und versucht mehr zu genießen, wenn man weiß, dass es halt nur ne Sache auf Zeit ist.

Nee, ich glaub eher nicht, dass du dir das einbildest.
Es ist halt so, dass das halt vom
Inhalt und vom Stil her ganz anders ist als "Nächte" oder als "Land in Sicht" ... Und irgendwie wollte ich auch nen bisschen was anderes schreiben und nicht so was sehr metaphorisches, weil bei "Land in Sicht" habe ich das Gefühl, dass ich da in den 100 Worten pro Kapitel 1000 Methapern drin hab, die man auf 5 unterschiedliche weisen interpretieren könnte und da ist das gerade so nen bisschen Ausgleich.
An der Stelle war ich auch erst am überlegen, wie ich das aufziehe, ob ich das an den Anfang setze, dass sie da zusammen liegen, oder ob ich das vorher irgendwie aufbaue. Und mit der "Leser-ins-kalte-Wasser-schmeißen"-Methode hab ich mir dann gedacht, dass das ganz gut passt. Zur Story und auch irgendwie zu der "Beziehung" von den dreien.

Der Punkt, ja, das war schon Absicht.
Ich geb's zu ich hab da lange drüber nachgedacht, so was in die Richtung "Ich liebe euch" zu schreiben, es stand auch mal aufm Blatt. Aber: es erschien mir ziemlich unpassend und daran sieht man dann vielleicht auch wieder, dass ich halt doch nicht die "Friede-Freude-Eierkuchen-Tante" bin und es auch nicht sein will ;D
Deswegen auch dieses "ich mag meine Jungs", aber die Relativierung auf "Alle." ... Das war mir dann wichtig.
Liebe ist irgendwie unpassend, in dem Moment. Das ist wirklich eher so Euphorie. Vielleicht tatsächlich nur ein bisschen Spaß. Freiheit genießen. Und Zuneigung und tiefe Freundschaft trifft es wohl ganz gut und ich meine freundschaft kann ja auch jeder anders interpretieren ;)
Man muss nicht alles immer ganz so ernst nehmen ... Aber ich weiß nicht, ob das dann auch immer sooo sehr von Vorteil ist. (Was jetzt eher, im Moment, nicht so viel mit der Story zu tun hat), aber sie machen sich da nicht so viel draus.

Danke! :)
Und vielen vielen vielen lieben Dank für das tolle Review :)